Den Ursachen auf der Spur

‚Wieso können meine Verdauungsprobleme die Ursache meiner Rückenschmerzen sein?‘, fragte mich heute eine Patientin.

Und ich mag es ja, wenn meine Patienten es wirklich wissen wollen. Nachfragen. Mich mit Fragen löchern. Zusammenhänge sehen und detektivisch der Ursache auf den Grund gehen wollen. Hier also meine Antwort:

 

Rücken und Darm: eine eheähnliche Beziehung

Das Bindegewebe um den Darm hängt mit den Rückenmuskeln zusammen. Es beeinflusst sich gegenseitig. Zusätzlich werden diese Strukturen von den gleichen Nervensträngen durchzogen.

Haben wir jetzt eine Entzündung im Darm, wird dieser Entzündungsreiz über das Bindegewebe und die Nerven auch an die Rückenmuskeln gesendet.

Eine Schlüsselrolle spielt hier der Hüftbeuger

Dieser Zusammenhang zwischen entzündlichen Darmerkrankungen und dem Hüftbeuger ist sehr gut in den Büchern von F.X. Mayr (die Mayr – Kur) zu finden.

Der Hüftbeuger ist kein einzelner Muskel, sonderns setzt sich aus vier großen Muskeln zusammen. Dieser ist verantwortlich für die Beweglichkeit der Beine, also auch der Beugen der Beine und für die Stabilität beim Gehen.

Eine Reizung oder Entzündung im Darm wirkt auf eben diesen Hüftbeuger. Der Hüftbeuger reagiert darauf, indem er sich zusammenzieht. Ist der Reiz anhaltend, also chronisch, kann sich der Hüftbeuger verkürzen. Das Becken kippt etwas nach vorne und die Krümmung wird verstärkt. Es kommt zur sogenannten Entenhaltung.

Die Folgen sind:

  • Schmerzen im unteren Rücken. Es kann sich ähnlich wie bei einem Bandscheibenvorfall anfühlen (Pseudo-Ischialgie)
  • Entzündungen der Hüfte (Arthritis) bis hin zur Hüftarthrose
  • Fehlhaltungen mit Knieschmerzen
  • Blockaden im oberen Rücken
  • Spannungskopfschmerzen und Nackenprobleme

 

Oft erlebe ich es auch in der Praxis, dass die Folge eine Reizblase und Harninkontinenz sein kann.

Fehlhaltungen aufgrund einer Darmentzündung

Wenn die Reizung / Entzündung im Darm eher auf einer Körperseite ist, kann sich die Problematik oft auch nur auf einen Hüftbeuger auswirken. Es kommt dann zur einseitigen Verkürzung und somit zu einer funktionellen Beinlängendifferenz.

Mögliche Folgen einer einseitigen Muskelverkürzung:

  • Skoliose
  • Einseitige Knieschmerzen
  • Spreizfuß mit Bildung eines Hallux Valgus

 

Ich hoffe, ich konnte verständlich machen, warum ich bei Rückenschmerzen mir auch immer die inneren Organe anschaue und ganz besonders nach Darmproblemen frage.

Die Praxis hat gezeigt, dass der Rückenschmerz oft erst dann verschwindet, wenn wir eine Darmsanierung oder Darmreinigung gemacht haben. Dazu gehört natürlich auch eine Umstellung der Ernährung.

Konnte ich Deine Frage ausreichend beantworten?

Stellt mir sehr gerne auch Eure Fragen und ich werde in einem der nächsten Newsletter ganz sicher darauf eingehen. Ich bin jetzt schon ganz gespannt darauf.

 

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Viele liebe Grüße sendet Dir,

Petra Hornung

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